Dieses Projekt versucht geschlechtsbezogene Tötungen

an weiblichen* Personen in Köln auditiv und digital zu dokumentieren.

Femizide in Köln

zwischen 1976 - 2026

Die einzelnen Audiospuren zu den Femizide und ihrer patriarchalen

Kontexte sind über die interaktive Karte aufrufbar.

Das Projekt

Das Projekt „Femizide in Köln” ist ein studentisches Projekt von Leonie Christina Poulheim und Maja Christin Hütter, welches im Rahmen des Aufbaumoduls „Forschungswerkstatt Mediale Künste” des 2-Fach M.A. Intermedia bei Dr. Pascal Rudolph an der Universität zu Köln entstanden ist. Das Projekt verfolgt den Ansatz einer ersten auditiven und digitalen Datenbank über Femizide in Köln seit dem Jahr 1976.


1976 verwendet die australisch-US-amerikanische Soziologin Diana Russel beim internationalen Tribunal Gewalt gegen Frauen den Begriff „femicide” um ein systematisches Problem zu benennen. Die Tötungen von Frauen aufgrund von Machtdynamiken, Sexismus und Misogynie einer patriarchalen Gesellschaft. Seit 1976 arbeitete sie ihre Definition eines Femizides aus. Diese lautet wie folgt:  „Thus I now define femicide as the killing of one or more females by one or more males because they are female” (Russel, 2012). Diese Ausarbeitung fundiert dieses Projekt und ist ebenso Grund für den zeitlichen Rahmen der dokumentierten Fälle.


In Deutschland existiert keine kohärente Definition oder Datenlage von Femiziden. Weder auf der Bundes - noch auf regionaler Ebene. Dies führt zu einer hohen Dunkelziffer an geschlechtsbezogenen Tötungen von weiblich gelesenen Personen. In diesem Projekt orientieren wir uns nach dem Begriffsverständnis des Deutschen Instituts für Menschenrechte (2025) und versuchen die folgenden Ziele der Institution in diesem Projekt zu unterstützen: 


Die Dokumentation, Benennung und Sichtbarmachung von Femiziden sowie die damit einhergehende strukturelle geschlechtsspezifische Gewalt gegenüber Frauen. Die Kontextualisierung der Femizide mit den patriarchalen Gesellschaftsstrukturen, welche diese ermöglichen und teils fördern. Eine mediale Berichterstattung, die stärker auf das Machtungleichgewicht und die geschlechtsbezogene Abwertung und Unterdrückung von Frauen aufmerksam macht. 

Russel, D. E. H. (2012, 26. November). Defining Femicide. Introductory speech presented to the United Nations Symposium on Femicide on 11/26/2012. https://www.dianarussell.com/f/Defining_Femicide_-_United_Nations_Speech_by_Diana_E._H._Russell_Ph.D.pdf

Deutsches Institut für Menschenrechte. (2025).  Monitor. Im Fokus: Femizide in Deutschland. Verständnis, Datenlage und Prävention. Berichterstattungsstelle geschlechtsspezifische Gewalt. Abgerufen am 06.07.2026 von https://www.institut-fuer-menschenrechte.de/publikationen/detail/monitor-im-fokus-femizide-in-deutschland

 Denn:

,,Femizide sind keine privaten Tragödien, keine Beziehungsdramen und keine kulturell isolierten Phänomene – sie sind Ausdruck eines globalen patriarchalen Systems, das Frauen systematisch entwertet und ihrer Leben beraubt”

(Deutsches Institut für Menschenrechte, 2025, S. 5)

Mithelfen

Dieses Projekt orientiert sich am Begriffsverständnis des Deutschen Instituts für Menschenrechte und teilt das Ziel, Femizide möglichst vollständig zu dokumentieren und sichtbar zu machen. Um diesem Ziel in der Stadt Köln näher

zu kommen sind wir auf Mithilfe angewiesen.


Die Möglichkeit der Mithilfe besteht darin uns per Mail auf Meldungen der Justiz oder professionell, journalistischen Institutionen aufmerksam zu machen sowie Kontakt zu Angehörigen herzustellen. Können diese Fälle als Femizide eingeordnet werden, werden sie auf dieser Webseite gelistet und kontextualisiert.


Hinweis: Dieses Projekt ersetzt keine polizeiliche oder rechtliche Beratung und dient nur der Dokumentation und gesellschaftlicher Einordnung bereits rechtlich untersuchten Tötungen.





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